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Meine Lieblingskommissarin ermittelt wieder: Tischlers vierter Fall

Nach ein paar Jahren Abstinenz ist mein Ermittler-Duo wieder da: die impulsive wie schlagkräftige Kommissarin Barbara Tischler und ihr manchmal arg schusseliger Mitarbeiter Ralf Mangel.

Der kurze Inhalt: Eine Blutlache mit Goldstaub. Der Geschichtsprofessor Karl Gregorius, der Vorsitzende des altehrwürdigen Rumford-Clubs, liegt tot in seinem Gartenhaus – erschlagen mit einer legendären Madonnenfigur. Im Hals des Toten steckt eine Keramikscherbe mit Judasmotiv und grausiger Botschaft: Dies war nur der erste Mord!

Eine blutige Schnitzeljagd beginnt und führt die Kommissare Barbara Tischler und Ralf Mangel immer tiefer in die Vergangenheit. Zwielichtige Antiquitätenhändler, kommunistische Studentenbünde, amoklaufende Journalisten und verschwundene DDR-Flüchtlinge – alles weist auf das geschichtsträchtige Jahr 1989. Doch der Mörder scheint den Kommissaren immer einen Schritt voraus zu sein und die Ermittlung wird zum Wettlauf gegen die Zeit…

Tischlers vierter Fall
Ein Mord. Ein Verrat. Ein blutiges Rätsel.

Ein Fell für zwei: Pouf

Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Diese philosophische Frage wurde auf unzählige Weisen beantwortet. Viele vermeintlich unverrückbare Weisheiten hat die moderne Biologie freilich im letzten Jahrhundert pulverisiert. Tiere haben Humor und können auf Rache aus sein wie ein Mafioso, wenn einer seiner Wasserträger die Omertà verletzt. Außerdem haben sie Bewusstsein, mindestens so viel wie der durchschnittliche Wiesnbesucher nach der dritten Maß. Apropos, sie berauschen sich auch gern. Giraffen oder Elefanten verputzen zum Beispiel mit Vorliebe vergorene Früchte. In Wien sind schon mal Seidenschwänze vom Himmel gefallen, weil sie von überreifen Weintrauben hackedicht waren. Sibirische Rentiere futtern gern halluzinogene Pilze. Zum Glück sind das nicht die Zugtiere vom Weihnachtsmann, sonst würden die über Skandinavien schon alle Päckchen abwerfen.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Aber ich will einen Unterschied vorsichtig konstatieren: Den Menschen unterscheidet vom Tier die derzeit populäre Unterscheidung zwischen sozialem Geschlecht (Gender) und biologischem. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es Löwen gibt, die an ihrer Männlichkeit zweifeln, sich insgeheim als Königin der Tiere sehen oder als „two spirits“ (eine der Möglichkeiten, sich auf Facebook in der Schweiz oder in den USA zu registrieren).

Die Lebenswelt des Menschen befindet sich in einem rasanten Wandel, wir werden immer mehr zu Individuen, die sich allgemeinen Definitionen und pauschalen Gruppenidentifikationen entziehen. Ins Extrem gedacht gibt es irgendwann einmal 8 Milliarden soziale Geschlechter und zwei biologische auf unserem schönen blauen Planeten.

Aber Tiere? Speziell Katzen? Meine Frau liebt Makramee. Neulich hat sie einen Pouf gemacht, ein rundes, hohes Sitzkissen, gefüllt mit Hirse. Der Bezug ist mit Makramee geknüpft. Ich war wie elektrisiert von diesem wunderschönen Artefakt, das mir ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit schien, einer Zeit, in der es nur zwei Geschlechter gab und diese auch noch klar definiert waren. Ja, der Anblick dieses Paschakissens erweckte den Sultan in mir. Dieser hält sich ansonsten ziemlich gut versteckt in meinem sozialen Geschlecht.

Ich setzte mich breit auf den Pouf, schloss die Augen und spürte, wie mich ein Testosterontsunami überkam. Endlich, so kam es mir vor, bin ich der Herrscher in meinem kleinen Reich. Ich schnippte mit den Fingern und gebot meiner Lieblingsfrau, mir eine Erfrischung zu holen, das traditionelle bayerische Nationalgetränk selbstverständlich. Dann erläuterte ich ihr das neue Hofzeremoniell, nach dem sie sich nur gebeugt ihrem Herrn und Gebieter zu nähern hatte und diesen auch genauso anzusprechen. Schließlich verlangte ich nach einer Fußmassage und…

Dies ist eine Katzenkolumne, deshalb will ich die Reaktion meiner geliebten Frau verschweigen. Auf keinen Fall erwähne ich öffentlich, wie sie mich ausgelacht hat, dass man es bis Starnberg hörte. Seit jenem traumatischen Tag verweigert mein Gesäß den engen Kontakt mit dem Pouf. Bahn frei für die Katzen. Unser Javi schläft unheimlich gern darauf. Wenn mein sechseinhalb Kilo Kater sich majestätisch auf dem Paschakissen räkelt und die dicken Pfoten von sich streckt, dann schaut er nach dem König der Tiere in diesem Haus aus. Nein, dann ist er der König der Tiere. Die kleine Laureline schnurrt oft bei uns auf dem Sofa, hüpft aber dann zu Javi, wenn sie nicht mehr gestreichelt werden will. Engumschlungen liegt unser Kater aber ungern. Wenn er müde und träge ist, will er seine Ruhe haben und verzieht sich, räumt das Pouffeld also freiwillig.

Nicht so, wenn er fit ist. Dann liegt er oft ein bisschen wie die Sphinx auf dem Kissen und verteidigt es gegen alle Angriffe seiner kleinen Schwester. Da kann die Lütte kratzen und beißen, wie sie will, wenn der Pascha thronen will, dann thront er. Und neulich lag er wieder einmal breit und genießerisch auf diesem herrlichen Kissen, die Sonne schien auf sein rötlich-weißes Fell, die Welt schien perfekt und trotzdem maunzte er, aber nur kurz. Denn schon brachte ihm sein Frauli ein paar Knuspertaschen, die er mit hörbarem Genuss verspeiste. Kater müsste man sein, schoss es mir durch den Kopf, und ein Anflug von Neid befiel mich. Aber nur kurz. Es ist schon in Ordnung, dass es Unterschiede zwischen Mensch und Tier gibt.

Der Tod des Märchenkönigs

Stolz präsentiere ich mein neues Theaterstück

Das altehrwürdige Berghotel „Zur Königskrone“ steht vor seiner Wiedereröffnung. Doch während der Generalprobe wird Matthias Bodenbichler, der skandalöse Darsteller von Ludwig II., auf raffinierte Weise ermordet. Sepp Holm übernimmt die kriminalistische Arbeit, denn wegen des einsetzenden Schneesturms kann die Polizei nicht kommen. So sind die Gäste allein mit einem Mörder von der Weltabgeschnitten. Schnell deckt Holm auf, dass die meisten Anwesenden ein handfestes Motiv hatten, Bodenbichler zu töten. Und ein Gast ist auch noch auf der Jagd nach der ominösen Krone von Ludwig II., die angeblich im Salon versteckt ist. Ein Gast, der bereit ist, dafür noch einmal zu töten…

„Der Tod des Märchenkönigs“ ist eine spannende wie amüsante Kriminalkomödie – der erste Fall des bayerischen Sherlock Holmes.

Ein Fell für Zwei

Teil 1: Homeoffice

Unsere Freunde und Kollegen klagen in Coronazeiten gern, ihnen würde die Decke auf den Kopf fallen, das dauernde Homeoffice sei nicht auszuhalten, sie fühlten sich wie Eremiten in einer Laptop-Klause, der Arbeitsalltag sei fad und grau. Wir empfehlen ihnen dann als Farbtupfer und Fadheitsbekämpfungsmittel, sich eine Katze – oder am besten gleich zwei – zuzulegen. Einsamkeitsattacken lindert nichts besser, als wenn Laureline den Motor einschaltet und schnurrend um deine Beine streift oder auf deinen Schoß hüpft. Sollten die Krallen noch ausgefahren sein, fühlt man sich gleich lebendiger.Die beiden Fellkugeln sorgen aber auch immer für Kommunikation. Javi liebte es, als er etwa ein halbes Jahr alt war, bei meiner Frau, einer ITlerin, über das Arbeitsgerät zu tapsen. Er verschickte dabei immer wieder mal höchst informative Mails wie „prhekgrifhgggt2“ oder „45zhuhildfbfj“, die bei den Empfängern Erstaunen auslösten und so auch diese aus dem tristen Homeofficealltag rissen, zumal sie die Aufklärung, von wem diese poetischen Zeilen stammten, durchaus spaßig fanden. Einmal hatte Angie eine wichtige Sitzung über MicrosoftTeams. Sie saß im Schlabberlook mit einer mauvefarbenen Decke, die freilich mit weißen Katzenhaaren überzogen war, vor dem Computer, als Javi mal wieder die Tastatur erkundete und dabei die Kamera einschaltete. Ob er das mit Absicht tat oder nicht, ist bei uns umstritten, einen gewissen Vorsatz unterstelle ich ihm nämlich sehr wohl. Angie hat auf jeden Fall in diesem Monat den Titel „Bestangezogene Mitarbeiter/in im Homeoffice“ nicht bekommen.Laureline hingegen liebt mein wichtigstes Arbeitsgerät. Ich hoffe, ich rühre bei keinem Leser an ein Kindheitstrauma, aber es ist der Rotstift. Ich bin nämlich Deutschlehrer. Mein Kätzchen liebt es, in den Stabilo zu beißen, auch wenn ich gerade eine Beurteilung schreibe. Da entstehen plötzlich Zick-Zack-Linien wie bei einem EEG, was besonders dann nicht gut kommt, wenn ich bei dem Schüler (nur selten der Schülerin) das Schriftbild moniere. Manchmal legt sie sich auch auf ein Heft und bleibt liegen. Sie imprägniert es mit ihrem Duft und ihren Haaren. Bislang hatte glücklicherweise noch kein Schüler eine Katzenallergie, sonst müsste ich ihm ein neues Heft kaufen. Korrigieren ist auch eine fade und graue Tätigkeit. Aber Katzen machen sie bunter und spaßiger.

katzen#katzenblog#pet

Humord – neue bayerische Kurzkrimis

Das Verbrechen hat seine Tücken und Fallstricke – für Profis wie für blutige Anfänger. Da sind es nicht selten Kleinigkeiten oder der pure Zufall, die darüber entscheiden, wer zum Opfer wird und wer zum Täter. In den zwölf kriminell guten Kurzgeschichten von „Humord“ schlittern sowohl die Giftmischer als auch jene, für die der tödliche Tropfen bestimmt ist, von einer schrägen Situation in die nächste und erleben nicht selten ihre Hölle auf Erden: Ein mittelmäßig begabter Zauberer legt einen brutalen Mafia-Killer aufs Kreuz, nur um schnell festzustellen, dass sein perfekter Plan eventuell fatale Lücken aufweist. Zwei Handlanger scheitern erst am eigenen Intelligenzquotienten und dann an den Kampfhunden ihres Chefs. Ein Nikolaus auf Safe-Knacker-Tour wird von einer Horde kreischender Frauen gestellt – und endet mit nichts als seiner Donald-Duck-Unterhose am Leib.
Schwarzhumorig und bayerisch, schrill und explosiv, übermütig und gewagt sind die weiß-blauen Kriminalgeschichten – die im Übrigen meist ohne Ermittler auskommen. Der Leser darf hier das finale Urteil über Gut und Böse treffen, wenn das Verbrechen in einer köstlichen Pointe seinen unvorhersehbaren Ausgang findet.

Band 3 der Tischler-Reihe ist erschienen: Champagner für den Mörder

Champagner für den Mörder

Auf der entstellten Leiche von Stefan Maar finden sich rätselhafte Zeichen. Schnell wird klar, dass es sich um Botschaften des Mörders handelt. Und diese sind erschreckend, denn der Killer kündigt eine Mordserie an. Kommissarin Tischler kommt im Münchner Hochsommer gehörig ins Schwitzen, zumal die Ex ihres Freundes nach einer mehrjährigen Erleuchtungstour durch Indien wieder auftaucht und ihr Liebesleben durcheinander wirbelt.

Der Fall bekommt eine komplett neue Richtung, als sich das Leben des Opfers als eine große Lüge entpuppt. War der karrierebewusste Informatiker Stefan Maar Kopf einer kriminellen Bande? Nachdem der zweite Tote auf dieselbe Weise mit einem Samurai-Schwert hingerichtet wurde, führt die Spur zum Magnol, einer Schicki-Micki-Bar, in der Champagner als Grundnahrungsmittel gilt. Ausgerechnet eine Truppe skurriler Obdachloser um den charismatischen Anführer Jesus bringt Licht ins Dunkel. Und für Kommissarin Tischler beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit. Denn die Gejagten entlarven den Jäger und sinnen ihrerseits auf Rache. Ein blutiges Duell bahnt sich an, das Kommissarin Tischler verhindern muss – allerdings ohne die Protagonisten zu kennen.

Mit viel Tempo, Witz und überraschenden Wendungen porträtiert Werner Gerl zwei Mikrogesellschaften Münchens, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein Fall, prickelnd und süffig.

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Band 2 der Reihe um Kommissarin Tischler ist erschienen

 

Ein sagenumwobener Reichsadler taucht auf – angeblich von Hitler selbst angefertigt. Und viele Jäger sind hinter dem Goldvogel her. Auch einer, mit dem niemand gerechnet hat und der deshalb umso gefährlicher ist. Der ganze Fall beginnt bereits mit einem Rätsel. Mord oder Einbildung? Ein Kickboxer, der nach einem Blitzeinschlag sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat, findet neben seinem Bett eine Notiz, er habe einen Mord gesehen. Auch seine Kleidung ist blutverschmiert. Doch die Münchner Oberkommissarin Barbara Tischler findet an der beschriebenen Stelle keine Leiche. Dafür im Wald einen toten amerikanischen Kunstdieb, der vor Jahren spurlos verschwand. Die taffe Polizistin stößt bei ihren Recherchen auf brutale russische Paten, eine elitäre Geheimorganisation und überspannte Künstler. Und auf den ominösen Goldvogel, den Hitler selbst geschnitzt und einem seiner Leibwächter geschenkt haben soll. Der Reichsadler löst eine atemberaubende Jagd aus, bei der die Kommissarin zwischen alle Fronten gerät. Ausgerechnet in dieser angespannten Situation spielt ihr auch das Herz noch einen Streich…

„Der Goldvogel“ wartet mit zahlreichen Wendungen und einem verblüffenden Finale auf. Denn nichts und niemand ist in diesem facettenreichen wie actiongeladenen Krimi so, wie es der erste Blick vermuten lässt.

(Covergestaltung: Lena Stoll)

Geschichte in „Die gruseligsten Orte in München“

Auch mit einer Geschichte von mir neu in den Buchhandlungen:
DIE GRUSELIGSTEN ORTE IN MÜNCHEN
„Zwölf gruselige Geschichten von zwölf Autoren über zwölf reale Orte in München.“
Ich habe eine aktuelle Geschichte geschrieben über den Amoklauf im OEZ 2016. Sie ist nicht wirklich gruselig, aber ich bin sehr stolz darauf, weil ich in vielen Facetten die Frage thematisiert habe, wie wir Menschen mit solchen Extremsituationen umgehen, wie sie unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.
Meine Herausgeber und Mitautoren, Verleger und Lektoren:
Uwe Horst Gardein, Lutz Kreutzer, oliver pötzsch, Manuela Obermeier, Iny Lorentz, Nicole Neubauer, Martin Arz, Leonhard Seidl, Angela Eßer, Werner Gerl,
Armin Gmeiner, Claudia Senghaas

E-Book „Eine Art Serienmörder“

Der blutige Weg zum Erfolg – er fordert seine Opfer. Der Schauspieler und Schönling Klaus Scheitan wird grausam ermordet. Ein Stich ins Herz, außerdem wurde er entmannt. Für die Kripo München steht zunächst fest, dass nur ein Motiv in Frage kommt: die Rache einer enttäuschten Liebe. Doch dieser Mord ist nur der Auftakt zu einer Reihe mysteriöser Todesfälle in der Filmschickeria. Die taffe, burschikose Hauptkommissarin Barbara Tischler muss sich bei ihren Ermittlungen nicht nur mit überdrehten Filmsternchen und ehrgeizigen Produzenten herumschlagen, sondern auch noch mit ihrem Single-Dasein, mit Kollegen und Vorgesetzten. Für diese steht der Mörder nämlich bald fest. Doch Tischler stößt auf einen rätselhaften Todesfall, der Jahre zurück liegt, auf eine Wasserleiche, die nie gefunden wurde…
Ein hochspannender Krimi, der auch einen amüsanten Blick auf die Medienwelt wirft.

 

Neuer Krimi: Haberfeldtreiber

»Gott straft am Jüngsten Tag, die Justiz nie, die Haberer sofort«
Ein alter Brauch wird im beschaulichen Örtchen Obernstall wieder zum Leben erweckt: das Haberfeldtreiben. Ganz gleich ob Lebensmittel-, Umwelt- oder Versicherungsskandal, hier wird jede Schweinerei mit dem Dreschflegel der drei Haberer quittiert. Als jedoch eines Morgens die Leiche des Bio-Laborinhabers Lupolenz neben dem Zeichen der Rächer aufgefunden wird, steht für alle Welt fest: Die Haberer sind die Mörder. Von der Kripo gejagt, versucht das Trio seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Die Haberer müssen die wahren Täter finden. Wie hilfreich, dass ein Mitglied bei der örtlichen Polizei angestellt ist …
Vor der grandiosen Berchtesgadener Alpenkulisse zieht dieser rasante Bayern-Krimi alle Register und porträtiert liebevoll wie witzig den Kosmos einer Kleinstadt. Und eine persönliche Liebeserklärung an meine Heimatstadt Mainburg und meine Lieblingskneipe, den Biberbau.